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Reflektorische Atemtherapie (RAT) 
In der RAT kommt es über eine Reizsetzung der Druck-, Schmerz- und
Dehnungsrezeptoren zu einer unwillkürlichen Aktivierung des Zwerchfells. Die daraus resultierende Atembewegung dient dem Therapeuten als Kriterium für eine dem Patienten
angemessene Reizsetzung.
Es kommt zu einer Veränderung des Muskeltonus und der Verbesserung der
Dehnungsfähigkeit und der Beweglichkeit des Körpers.
Dies schafft die Voraussetzung für eine bessere Atemform.
Dem Patient wird ein verändertes Erleben seiner Atmung und seines Körpers ermöglicht.
Dies geschieht auf der Basis eines nervös-reflektorischen Regelkreises, der das
Gleichgewicht im Körper wiederherstellt.
Im Einzelnen wird dies über 3 verschiedene Maßnahmen erreicht:
- Wärmeapplikation / feucht-warme Kompressen
- Manuelle Techniken
- Atemgymnastik
Die RAT findet Anwendung in folgenden Bereichen:
- obstruktive Ventilationsstörungen
- restriktive Ventilationsstörungen
- Störungen des Bewegungsapparates
- Störungen der inneren Organe
- Psychosomatische Erkrankungen
- Intensivmedizin.
- Seinen Urspung hatte die RAT als Teil eines umfassenderen, stark naturheilkundlich
und ganzheitlich orientiertem Therapiekonzept, das in den zwanziger Jahren von Dr. Ludwig Schmitt erarbeitet wurde und später in eigener Klinik in München praktiziert
wurde. Nach seinem Tod im Jahre 1963 wurde die RAT von seiner Mitarbeiterin, Liselotte Brüne (Krankengymnastin) kontinuierlich weiterentwickelt und es gelang
ihr, die vielseitigen Erfahrungen zu sammeln, zu systematisieren und als anerkannte krankengymnastische Behandlungsmethode zu etablieren.
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